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Die Verhinderung des Krieges ist die Voraussetzung des Friedens.

"Wie ich höre, wird in den besseren Kreisen davon gesprochen
Daß der zweite Weltkrieg in moralischer Hinsicht
Nicht auf der Höhe des ersten gestanden habe. Die Wehrmacht
Soll die Methoden bedauern, mit denen die Ausmerzung
Gewisser Völker von der SS vollzogen wurde. Die Ruhrkapitäne
Heißt es, beklagen die blutigen Treibjagden
Die ihre Gruben und Fabriken mit Sklaven füllten. Die Intelligenzler
Hör ich, verdammen die Forderung nach Sklavenarbeitern von seiten der
Industriellen, sowie die gemeine Behandlung. Selbst die Bischöfe
Rücken ab von dieser Weise, Kriege zu führen. Kurz, es herrscht
Allenthalben jetzt das Gefühl, daß die Nazis ihnen
Leider einen Bärendienst erwiesen und daß der Krieg
An und für sich natürlich und notwendig, durch diese
Über alle Stränge schlagende und geradezu unmenschliche
Art, wie er diesmal geführt wurde, auf geraume Zeit hinaus
Diskreditiert wurde."

Bertolt Brecht, "Der Krieg ist geschändet worden", Deutsche Satiren (Zweiter Teil), 1945.

Nach 1945 wurde das Gewaltverbot als zentraler Grundsatz des Völkerrechtes in der Charta der Vereinten Nationen verankert. Seit Ende des Kalten Krieges jedoch nimmt die US-Regierung für sich wieder das Recht des Stärkeren in Anspruch. Aktuell soll der 2001 in Afghanistan begonnenen und 2003 im Irak forcierte Krieg auf den Iran ausgeweitet werden. Die ständigen Berichte über die Gefechte im Irak, über die Folter von Gefangenen durch westliche Soldaten und über die Lügen, mit denen der Krieg in den letzten Jahren begründet wurde, legen die Brutalität diese Vorgehens offen. Die aufmerksame Weltöffentlichkeit nimmt mit zunehmender Abscheu die Rechtfertigungsreden der Kriegshetzer zur Kenntnis und will immer weniger an saubere und gerechte Kriege glauben.
Das ist ein Erfolg der Friedensbewegung.

Aus der Überwindung des zweiten Weltkrieges und der ungeheuren Barbarei des Faschismus läßt sich lernen, daß der solidarische Kampf der friedensliebenden Kräfte jeden Krieg beenden kann. Wehret den Anfängen, heißt, den Krieg zu verhindern, bevor er geführt wird. Frieden schaffen, heißt jeden Krieg unmöglich zu machen.
Das ist die Aufgabe der Friedensbewegung.

Der weltweite Krieg um die Öl-Ressourcen im Mittleren Osten und die Sicherung der globalen Vorherrschaft, den die US-Regierung im Dienste ihrer Gönner, der großen Finanz-, Energie- und Rüstungskonzerne vorantreibt, kann ohne die Unterstützung ihrer Verbündeten in Europa nicht geführt werden. Wird die Bundesregierung gezwungen, der US-Armee alle Überflugrechte und die Nutzung ihrer Stützpunkte in Deutschland zu verwehren, so ist das ein harter Schlag gegen den Krieg.
Das ist eine Möglichkeit der Friedensbewegung. Wer gehört nicht dazu?

V.i.S.d.P.: Niels Kreller, Schützenstr. 57, 22761 Hamburg.
Herausgegeben von: harte zeiten - junge sozialisten & fachschaftsaktive an der Universität Hamburg.
Veröffentlicht am Mittwoch, den 22. Februar 2006, http://www.harte--zeiten.de/artikel_357.html