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Durchblick

organisiert sieht man klarer
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Durchblick leichtgemacht

Wer an die Universität kommt, hat erst mal damit zu tun, den nötigen "Durchblick" zu bekommen. Alles scheint neu, konfus, groß, schnell und vor allem sehr, viel auf einmal. Dabei ist es eigentlich ziemlich einfach mit dem "Durchblick", wenn man sich zweierlei bewußt wird:

Sofern Du Dich entscheidest an der Universität zu studieren gilt erstens, Du bist Teil dieser Universität und zweitens, Du bist nicht allein. Das heißt, daß diese Universität nicht nur aus Gebäuden besteht, sondern vor allem aus den Universitätsangehörigen - Studierenden, Lehrenden, Verwaltungspersonal, wissenschaftlichen Mitarbeitern, Assistenten. Sie alle bestreiten einen großen Teil ihres Lebens damit, an der Universität zu wirken und somit auch zu bestimmen, was sie ist. Denn natürlich ist die Uni nicht immer schon da gewesen und schon gar nicht war sie immer gleich. Sie hat sich entwickelt, hat eine Geschichte. Und Geschichte passiert bekanntlich nicht einfach so, sie wird gemacht; insbesondere von den Mitgliedern einer Hochschule - Leuten wie Dir also.

Das ist der Moment, wo Regel Nummer Zwei interessant wird: Du bist nicht allein. Studierende schließen sich zusammen und organisieren sich zur Vertretung ihrer Interessen, beispielsweise im Fachschaftsrat (FSR) oder in einer Hochschulgruppe wie der juso-hochschulgruppe (juso-hsg).

Das heißt also, wenn man wissen will, wie Seminarthemen zustande kommen, welche Scheine man braucht, warum genau das Buch, das man braucht, nicht in der Bibliothek steht, warum das BAföG nicht reicht und was man dagegen tun kann, warum einem stets gesagt wird, schnell zu studieren sei wichtiger als gründlich oder warum Studiengebühren eingeführt werden sollen, - wenn man solche Fragen beantwortet haben möchte, dann ist es notwendig, sich als mitbestimmendes Mitglied dieser Universität zu verstehen und sich zu organisieren.

Und wer langsam den "Durchblick" hat, wird bald merken, daß nicht alles so läuft, wie sie oder er es sich vorstellt. Als jemand, die/der Teil dieser Universität ist, und sie mitgestaltet, will man diese
Dinge verändern. Und dazu gibt es durchaus Möglichkeiten.

Denn in den Selbstverwaltungsgremien der Uni
haben durchaus auch Studierende eine Stimme,
die sie nicht nur abgeben, sondern auch erheben
können, um sich Gehör zu verschaffen. Darüber
hinaus gibt es eine Verfaßte Studierendenschaft,
in der sich alle Studierenden zusammengeschlossen haben, um ihre Interessen zu vertreten.
Es gibt ein Studierendenparlament, das
einen Allgemeinen Studierendenausschuß, den
AStA, wählt, und vor allem gibt es für jedes
Fach einen Fachschaftsrat, der die Interessen
der Studierenden des jeweiligen Studienfaches
vertritt.

Wenn ihr also zum ersten Mal in die Fachbereiche geht, dann fragt nicht nur "Wo ist Raum XY?" oder "Welche Veranstaltung muß ich besuchen?", sondern auch: "Wo ist der Fachschaftsrat?".

V.i.S.d.P.: Niels Kreller, Schützenstr. 57, 22761 Hamburg.
Herausgegeben von: juso-hochschulgruppe & fachschaftsaktive an der Universität Hamburg.
Veröffentlicht am Montag, den 13. November 2000, http://www.harte--zeiten.de/artikel_117.html